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Von: HIFI Test 01/05

Das Heimkino von Udo Lindenberg

Großartige Kinofilme zu Hause zu genießen ist DER Trend der letzten Jahre. DVD, Dolby Surround und Co. sind die Verkaufsschlager bei „Otto-Normal-Verbraucher“. Aber auch Stars und Promis haben ein Anrecht auf Privatvergnügen. Dass dieses dann etwas extravaganter ausfällt, ist natürlich kein Wunder. HIFI TEST hatte die spannende Gelegenheit, das private Heimkino des Panik-Orchester-Chefs zu besuchen.

Hamburg, Anfang November, wir treffen Udo Lindenberg im noblem Hotel Atlantic. Diese exquisite Hamburger Adresse an der Binnenalster ist kein Zufall, denn genau hier wohnt Udo (mit dieser Person ist man automatisch und selbstverständlich „per Du“) in seiner eigenen halben Etage. Ein bisschen Luxus gönnt er sich schon, der im Grunde seines Herzens bodenständige Rockmusiker. Den Hotelmanager Sebastian Heinemann nennt er kumpelhaft seinen „Herbergsvater“ und letztendlich profitiert auch die noble Herberge vom Nimbus eines Udo Lindenberg. Dass „bisschen“ Luxus ist nun etwas mehr geworden, denn das Hotel Atlantic stellte Udo einen eigenen 35qm grossen Raum für das erste PrivateMax in einem deutschen Hotel zur Verfügung.

Initialzündung
Wie kam es dazu, dass jemand, der ständig auf Tournee ist und bis vor rund einem halben Jahr nichts über das Thema Heimkino wusste, gleich zu 100 Prozent zuschlägt und sich ein mit erstklassiger Technik von B&W und Rotel bestücktes Heimkino der Profi-Firma Hammann Screens zulegt? Ganz Einfach: Udo ist seit vielen Jahren gut befreundet mit Peter Schulte und Stefan Splawski vom deutschen B&W Vertrieb und hat sich bei einem privaten Besuch bei Peter Schulte vom Heimkino-Virus infizieren lassen. Ein richtiges Heimkino musste her, und zwar so eines, bei dem „dir der Filmton den Hut wegbläst“, das war Udos feste Überzeugung. Die besondere Wohnsituation im Hotel Atlantic erforderte natürlich eine Absprache mit dem „Herbergsvater“, der aber grünes Licht für dieses innovative Konzept gab. Ein PrivateMax, zudem im Besitz von Udo Lindenberg, das auf Wunsch sogar von Hotelgästen für einen extrem fairen Obulus von 99 € (vier Personen) gemietet werden kann, war ein guter Anreiz für Hotelmanager Heinemann. Gesagt getan: In Zusammenarbeit mit B&W und Rotel, die für die gesamte Audiotechnik verantwortlich zeichneten, hat der Wuppertaler Kino-Profi Hammann Screens in das Hotel Atlantic ein „echtes Kino“ installiert.

PrivateMax
Ein Privatkino in der Qualitätsklasse von „richtigen“ Kinos war bis vor kurzem nur den Stars in Hollywood vergönnt. Mittlerweile bietet aber genau die Firma, die seit über 100 Jahren für den Bau von kommerziellen Kinos verantwortlich ist, Privatleuten die gleiche Technik im Miniformat an. Kinobestuhlung, Leinwand, Raumakustik, Beleuchtung und Bedienkomfort, alles dies wird schlüsselfertig innerhalb von einigen Wochen in einen beliebigen Raum ab 12qm Größe eingebaut.

Komfort
Wie es sich für ein Hotel wie das Atlantik gehört, sind standesgemäße Menükarten für die Auswahl der über 300 Filme selbstverständlich. Vorspeise, Hauptgang und Dessert können - filmisch gesprochen - zu einem abendfüllenden Programm ausgewählt und auf simplen Knopfdruck gestartet werden. Komfort ist eines der Hauptargumente von Udo, wenn man ihn auf sein Kino anspricht: keine kreischenden Mitbesucher stören den Filmgenuss, auf Wunsch werden erlesene Speisen und Getränke der Atlantic-Küche gereicht, und nach Filmende führt der Ausgang des PrivateMax nicht durch dunkle Hinterhöfe, sondern schnurstracks an die Hotelbar des Sterne-Hotels. Ganz billig ist dieses Privatvergnügen natürlich nicht. Während komplette DVD-Entertainment-Pakete inklusive Lautsprechern bereits ab 100 Euro feilgeboten werden, liegen die Kosten für dieses PrivateMax allerdings klar im deutlich sechsstelligen Euro-Bereich.